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Wein ohne nähere Herkunfsangaben

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Weine ohne geographische Angaben werden schlicht als „Wein“ bezeichnet; der Begriff Tafelwein ist nicht mehr erlaubt. In dieser Stufe wird in „Wein“ (ohne Sorten- und/oder Jahrgangsangabe) und in „Wein mit Sorten- und/oder Jahrgangsangabe“ unterschieden. Im Rahmen der Verhandlungen zur Neukategorisierung haben sich Deutschland und Österreich gegen die Möglichkeit ausgesprochen, Wein ohne die nähere Herkunft als den Mitgliedsstaat mit Rebsorte(n) und Jahrgang zu bezeichnen. Sie wurden jedoch von der Mehrheit mit dem Argument überstimmt, eine Chancengleichheit mit Weinexporten aus Drittländern wie Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland, Südafrika und den USA zu erreichen. Als Kompromiss …

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Weine ohne geographische Angaben werden schlicht als „Wein“ bezeichnet; der Begriff Tafelwein ist nicht mehr erlaubt. In dieser Stufe wird in „Wein“ (ohne Sorten- und/oder Jahrgangsangabe) und in „Wein mit Sorten- und/oder Jahrgangsangabe“ unterschieden. Im Rahmen der Verhandlungen zur Neukategorisierung haben sich Deutschland und Österreich gegen die Möglichkeit ausgesprochen, Wein ohne die nähere Herkunft als den Mitgliedsstaat mit Rebsorte(n) und Jahrgang zu bezeichnen. Sie wurden jedoch von der Mehrheit mit dem Argument überstimmt, eine Chancengleichheit mit Weinexporten aus Drittländern wie Argentinien, Australien, Chile, Neuseeland, Südafrika und den USA zu erreichen. Als Kompromiss wurde jedoch festgelegt, dass die Mitgliedsstaaten für diese Weine strengere Voraussetzungen und Kontrollen festlegen müssen, als für Weine ohne Rebsorten- und Jahrgangsangabe.
Durch die neue Qualitätskategorie „Wein“ sollen größere Mengen einfacher Weines ohne nähere Herkunft, aber mit Rebsortenangaben auf dem (Welt-)Markt besser positioniert werden können, wie das die Länder in Übersee schon lange praktizieren. Vor der neuen Weinmarktordnung war innerhalb der EU die Angabe der Rebsorten bei der Kategorie „Tafelwein“ verboten. In erster Linie wurde diese Kategorie deshalb bewußt degradiert, um die Herkunfts- (Land- und Qualitäts-) Weine davon positiv abzuheben. Man wollte damit die einfacheren Weine markttauglicher machen, um von der teuren Beseitigung der Überschussproduktion wegzukommen.
Obligatorisch ist die Angabe der Herkunft in Form des Mitgliedsstaates (zum Beispiel Wein aus Deutschland oder Erzeugnis aus Österreich), in dem die Trauben geerntet und zu Wein verarbeitet wurden. Handelt es sich um einen Wein aus Trauben verschiedener Mitgliedsstaaten, muss die Angabe „Wein aus der Europäischen Gemeinschaft“ (oder sinngemäß) erfolgen. Dies ist zwar bei „Weine ohne geographische Angabe“ verwirrend, aber „Mitgliedsstaat“ oder „Europäische Gemeinschaft“ gelten nicht als „geographische Angabe“ oder „Ursprungsbezeichnung“. Desweiteren muss auch der Abfüller angegeben werden. Hingegen sind Angaben über den Betrieb wie Schloss, Weinbau oder Weingut, sowie Erzeugungsverfahren wie „gegoren im Fass“ oder „ausgebaut im Fass“ verboten.

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