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Landwein

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In Deutschland gibt es seit der EU-Reform zur Vereinheitlichung der Weine in Europa die Kategorie Tafelwein nicht mehr. Stattdessen werden die Weine unterschieden: nach solchen mit näheren Herkunftsangaben und solchen ohne nähere Herkunftsangaben. Die Weine mit näheren Herkunftsangaben werden differenziert in Weine mit Ursprungsbezeichnung und Weine mit geografischen Angaben.
Die bisherige Tafelweinkategorie Landwein wird aufgewertet. Alle deutschen Landweingebiete (26) sind nun als geschützte geografische Angabe von der EU garantiert.
Es muss beim Landwein die Landschaft, aus der die Traube stammt, auf dem Etikett abgebildet werden. Er ist stets trocken oder halbtrocken. Landwein darf …

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In Deutschland gibt es seit der EU-Reform zur Vereinheitlichung der Weine in Europa die Kategorie Tafelwein nicht mehr. Stattdessen werden die Weine unterschieden: nach solchen mit näheren Herkunftsangaben und solchen ohne nähere Herkunftsangaben. Die Weine mit näheren Herkunftsangaben werden differenziert in Weine mit Ursprungsbezeichnung und Weine mit geografischen Angaben.
Die bisherige Tafelweinkategorie Landwein wird aufgewertet. Alle deutschen Landweingebiete (26) sind nun als geschützte geografische Angabe von der EU garantiert.
Es muss beim Landwein die Landschaft, aus der die Traube stammt, auf dem Etikett abgebildet werden. Er ist stets trocken oder halbtrocken. Landwein darf mit Trockenzuckerung chaptalisiert werden. Das bedeutet, dass in Deutschland alle Weine, auf denen ein Landweingebiet steht (zum Beispiel Ahrtaler Landwein, Badischer Landwein oder Landwein Rhein) automatisch Weine mit einer geschützten geografischen Angabe (g.g.A.) sind – auch wenn weder die Bezeichnung g.g.A. in ausgeschriebener oder abgekürzter Form, noch das entsprechende EU-Gütesiegel auf der Flasche stehen.
Deutsche Landweine sind typisch für die jeweilige Region und müssen zu mindestens 85 Prozent von Weintrauben stammen, die in dem definierten Gebiet geerntet worden sind. Manche Bundesländer schreiben vor, dass die Trauben zu 100 Prozent aus dem Landweingebiet kommen müssen (zum Beispiel Ahrtaler Landwein). Mit Ausnahme der Landweingebiete Rhein, Oberrhein, Rhein-Neckar und Neckar müssen die Weine trocken oder halbtrocken ausgebaut werden.