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Zweigelt

Synonym: Blauer Zweigelt
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Zweigelt ist in Österreich eine der populärsten Rebsorten. Die Hauptanbaugebiete liegen im Burgenland und in Niederösterreich sowie vereinzelt auch in der Steiermark. In Deutschland wird sie in geringen Mengen in Württemberg und an Saale-Unstrut angebaut. Es handelt sich bei der Sorte um eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent, die 1922 Fritz Zweigelt gelungen ist.
Zweigelt reift früher als Blaufränkisch und bringt teilweise hohe Erträge. Die Sorte ist sehr widerstandsfähig gegen schlechte Witterung und wenig anfällig für Rebkrankheiten. Charakteristisch für die aus der Rebsorte Zweigelt gekelterten körperreichen Weine ist eine fruchtige Note sowie eine kräftige Säure. Sehr …

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Zweigelt ist in Österreich eine der populärsten Rebsorten. Die Hauptanbaugebiete liegen im Burgenland und in Niederösterreich sowie vereinzelt auch in der Steiermark. In Deutschland wird sie in geringen Mengen in Württemberg und an Saale-Unstrut angebaut. Es handelt sich bei der Sorte um eine Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent, die 1922 Fritz Zweigelt gelungen ist.
Zweigelt reift früher als Blaufränkisch und bringt teilweise hohe Erträge. Die Sorte ist sehr widerstandsfähig gegen schlechte Witterung und wenig anfällig für Rebkrankheiten. Charakteristisch für die aus der Rebsorte Zweigelt gekelterten körperreichen Weine ist eine fruchtige Note sowie eine kräftige Säure. Sehr prägnant sind die Vanille- und Sauerkirsch-Aromen, aber auch zarte Anspielungen von Pfeffer, Cassis oder Zimt steigen Genießern beim Zweigelt in die Nase.
Am Gaumen zeigt sich der Zweigelt weich, vollmundig und saftig mit einer Fruchtnote von reifen Sauerkirschen. Manche Weine erinnern am Gaumen auch an Pflaumen. Abgerundet wird der Geschmack des Rotweins durch moderates Tannin und eine feine Kräuterwürze. Die Farbe ist hellrot.
Die Rebe eignet sich sowohl für den sortenreinen Ausbau als auch für den Verschnitt. In den letzten Jahren erfreut sich der Wein zunehmender Beliebtheit.

Wissenswertes

Beim Blauen Zweigelt handelt es sich um eine relativ junge Rebsorte: 1922 erschuf sie der österreichische Wissenschaftler Dr. Fritz Zweigelt an der Weinbauschule Klosterneuburg durch eine Kreuzung aus den Rebsorten St. Laurent und Blaufränkisch. Er nannte sie „Rotburger”, eine Wortneuschöpfung aus der Traubenfarbe und dem Herkunftsort Klosterneuburg. Erst 1975 wurde die Rebe im Zuge der Qualitätsweinrebensorten-Verordnung nach ihrem Züchter in „Blauer Zweigelt” umbenannt. Unter anderem wohl auch deshalb, weil die Bezeichnung Rotburger zu häufigen Verwechslungen mit der deutschen Sorte Rotberger führte. Bekannt ist die Rebsorte auch unter dem Namen „Klosterneuburger”, der auf ihren Entstehungsort zurückzuführen ist.

Unterscheidungsmerkmal (Wein)

nach Weintraubensorte

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