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Trollinger

Synonym: Blauer Trollinger , Schiava , Vernatsch
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Der Trollinger, auch „Blauer Trollinger”, ist eine Rotweinsorte. Der Name ist vermutlich aus „Tirolinger“ entstanden, da die zugrundeliegende Traube die Südtiroler Rebsorte Vernatsch (nicht zu verwechseln mit dem italienischen Vernaccia) ist. Die Trauben finden, während die Rebsorte zur Weingewinnung fast nur in Südtirol und Württemberg genutzt wird, unter der Bezeichnung „Black Hamburg” weltweit starke Verwendung als Tafeltraube.
Der Trollinger wurde schon von den Römern an den Rhein gebracht, von wo aus er sich auch ins Neckartal weiterverbreitet hat. Die Hauptanbaugebiete liegen heute in Südtirol und Württemberg. Kleine, aber zunehmende Anbauflächen gibt es im angrenzenden Kraichgau …

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Der Trollinger, auch „Blauer Trollinger”, ist eine Rotweinsorte. Der Name ist vermutlich aus „Tirolinger“ entstanden, da die zugrundeliegende Traube die Südtiroler Rebsorte Vernatsch (nicht zu verwechseln mit dem italienischen Vernaccia) ist. Die Trauben finden, während die Rebsorte zur Weingewinnung fast nur in Südtirol und Württemberg genutzt wird, unter der Bezeichnung „Black Hamburg” weltweit starke Verwendung als Tafeltraube.
Der Trollinger wurde schon von den Römern an den Rhein gebracht, von wo aus er sich auch ins Neckartal weiterverbreitet hat. Die Hauptanbaugebiete liegen heute in Südtirol und Württemberg. Kleine, aber zunehmende Anbauflächen gibt es im angrenzenden Kraichgau (Weinbaugebiet Baden).
Gute Trollingerweine sind rubinrot und werden aufgrund vergleichsweise hoher Säurewerte (die durchschnittlichen Werte liegen bei sieben bis zehn Gramm pro Liter) mit den Attributen „frisch“ und „saftig“ beschrieben. Sie benötigen keine langen Lagerzeiten und sind meist innerhalb eines Jahres trinkreif. Trollinger-Weine werden fast nie als Prädikatsweine ausgebaut. Der eigene Zucker des Trollingers liegt auch bei bester Qualität selten über 180 Gramm pro Liter. Sein Mostgewicht von 75 Grad Öchsle reicht für die Weinproduktion solcher Qualitäten nicht aus.
Ein Großteil des Trollingers wird mit Lemberger-Weinen verschnitten, entweder als Trollinger mit Lemberger oder seltener als Lemberger mit Trollinger, die jeweils erstgenannte Rebsorte macht den größeren Anteil des Verschnitts aus.
Der Trollinger ist der Inbegriff des schwäbischen Viertel-Weines – und damit Ausdruck einer bodenständigen Weinkultur im Württembergischen; der Wertschätzung, die er in seinem Hauptanbaugebiet erfährt, steht außerhalb davon weitgehende Ablehnung entgegen.

Unterscheidungsmerkmal (Wein)

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