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Bordeaux Wein

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Bordeaux, auf französisch „Bordelais”, befindet sich nahe der Atlantikküste, im Südwesten Frankreichs, und ist mit einem gleichmäßigen, mild-feuchten Klima gesegnet, das den Bordeaux-Charakter der Weine beeinflusst. Es ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt für Qualitätswein. Es gibt etwa 3.000 Châteaux genannte Weingüter, die die weltberühmten Weine erzeugen. Im Bordelais wird ein Drittel des französischen Weins, vor allem Rotwein, produziert. Derzeit macht der Rotweinanteil knapp 90 Prozent an der Gesamterzeugung des Bordeaux aus. Vor allem werden hier die roten Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc sowie Merlot, Petit Verdot und Malbec angepflanzt. Die Weißweine …

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Bordeaux, auf französisch „Bordelais”, befindet sich nahe der Atlantikküste, im Südwesten Frankreichs, und ist mit einem gleichmäßigen, mild-feuchten Klima gesegnet, das den Bordeaux-Charakter der Weine beeinflusst. Es ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt für Qualitätswein. Es gibt etwa 3.000 Châteaux genannte Weingüter, die die weltberühmten Weine erzeugen. Im Bordelais wird ein Drittel des französischen Weins, vor allem Rotwein, produziert. Derzeit macht der Rotweinanteil knapp 90 Prozent an der Gesamterzeugung des Bordeaux aus. Vor allem werden hier die roten Rebsorten Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc sowie Merlot, Petit Verdot und Malbec angepflanzt. Die Weißweine stammen überwiegend vom weißen Sauvignon, Sémillon und Muscadelle.
Bordeaux-Weine sind typischerweise Cuvées mehrerer einzeln vinifizierter Parzellen und Rebsorten. Die kunstvolle Assemblage der verschiedenen Partien dient dazu, den spezifischen Charakter des Terroirs und den Weinstil des Châteaus hervorzuheben. In aller Regel sind es mindestens zwei Rebsorten mit variierender Zusammensetzung je nach Witterungsverlauf eines Jahres, oft auch drei bis fünf, die in einen Wein eingehen. Die Rebsorten werden auf dem Etikett eines Bordeaux zwar niemals genannt, dennoch verdankt der Wein seinen Ruf nicht zuletzt dem nahezu ausschließlichen Anbau von Sorten mit hohem Qualitätspotenzial.
In Bordeaux gibt es ein stark ausdifferenziertes System von über 50 Appellationen (AOC; Appellation d’Origine Contrôlée ist ein Schutzsiegel für die kontrollierte Herkunft). Etwas vergröbert lassen sich drei Stufen unterscheiden, die eine deutliche Hierarchie zum Ausdruck bringen. Dabei gilt die folgende Regel: Je kleiner das Gebiet ist, auf das sich die Appellation bezieht, desto höher sind Qualität, Ansehen und Preisniveau der jeweiligen Weine: die regionalen Appellation Bordeaux und Bordeaux Supérieur, die subregionalen Appellationen Côtes de Bordeaux, Entre-Deux-Mers, Haut-Médoc und Médoc sowie die einzelnen kommunalen Appellationen.
Die qualitative Spitze bilden die kommunalen Appellationen, die sich jeweils nur auf eine einzige oder wenige benachbarte Gemeinden beziehen. Aus diesen stammen auch die berühmtesten und teuersten Weine. Ausschließlich für Rotwein gelten Margaux, Moulis, Listrac, Saint-Julien, Pauillac, Saint-Estèphe im Médoc sowie Saint-Émilion (Saint-Émilion und Saint-Émilion Grand Cru) und Pomerol mit ihren „Satelliten“ Montagne-Saint-Émilion, Lussac-Saint-Émilion, Puisseguin-Saint- Émilion, Saint-Georges-Saint-Émilion, Lalande-de-Pomerol, Fronsac und Canon-Fronsac im Libournais. In Pessac-Léognan unmittelbar südlich von Bordeaux werden Rot- und Weißwein erzeugt, während Sauternes, Barsac und Cérons südlich der Garonne sowie Cadillac, Loupiac, Sainte-Croix-du-Mont und Sainte-Foy-Bordeaux nördlich des Flusses für edelsüße Weißweine gelten. Auf die kommunalen Appellationen entfallen knapp 16 Prozent der Gesamtproduktion.
Bei den kommunalen Appellationen ist es keine Pflicht, dass alle Weinberge auf dem Gebiet der jeweiligen Gemeinde stehen. Es dürfen auch Trauben benachbarter, aber gleichwertiger Gemeinden verwendet werden. Der Wein darf aber stets nur unter dem Namen einer Appellation verkauft werden. So besitzen Güter aus Pauillac auch Weinberge in der Nachbargemeinde Saint-Julien. Prinzipiell darf Wein aus einer ausgezeichneten Gemeinde natürlich auch unter einer subregionalen Appellation oder als „Bordeaux“ verkauft werden. Aufgrund des höheren Marktwertes wird jeder Winzer seinen Wein jedoch nach Möglichkeit unter der höherrangigen Appellation abfüllen, sofern die strengeren Bedingungen auch erfüllt werden. Das Château d’Arsac produziert daher sowohl einen Margaux als auch einen Haut-Médoc. Letzterer stammt aus den Weinbergen außerhalb des Gebietes der AOC Margaux.
Gilt eine Appellation ausschließlich für Weiß- oder Rotwein, so darf anderer Wein nur unter der für ihn zugelassenen subregionalen oder regionalen Bezeichnung verkauft werden. So sind die roten Weine der Gemeinden Barsac und Sauternes mit ihren edelsüßen Spitzengewächsen lediglich „Graves“, und der sehr hochwertige weiße Pavillon Blanc des berühmten Château Margaux ist sogar nur ein „Bordeaux“.

Verzehrhinweis

Die typischen Süßweine passen sehr gut zum Nachtisch oder zu Enten- und Gänseleber (foie gras).

Reich an...

Kundenwunsch

Ausschließend

Herkunftsort