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Wodka

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Wodka ist eine farblose Spirituose mit einem Alkoholgehalt von idealerweise 40 % vol. Er zeichnet sich besonders durch seinen fast neutralen Geschmack und das Fehlen jeglicher Fuselöle, künstlicher Aromen oder anderer fermentierter Stoffe aus. Er wird entweder pur getrunken oder in Cocktails vermischt.
Die Spirituose ist nach dem Diminutiv des slawischen Wortes „voda” (= Wasser) benannt. Inzwischen ist das „Wässerchen” ein alkoholischer Kosmopolit und wird in vielen Ländern hergestellt. Es gibt neben dem herkömmlichen Wodka mittlerweile auch viele aromatisierte (Frucht- und/oder Gewürz-)Varianten auf dem Markt.
Wodka wird heutzutage aus vielen verschiedenen Zutaten gebrannt und destilliert, darunter die Klassiker Weizen, Kartoffel und Roggen. Aber auch aus Weintrauben, Melasse und mittlerweile sogar Sojabohnen oder Reis. Im Grunde reicht eine stärkehaltige Pflanze aus, um den Fermentationsprozess auszulösen, der für die Produktion von Wodka nötig ist. Um jedoch ein möglichst reines und mildes Destillat zu gewinnen, wird der Rohstoff (meist Getreide, seltener Kartoffeln, noch seltener andere landwirtschaftliche Produkte) mehrfach destilliert und zusätzlich gefiltert.

Herstellungsprozess (Beschreibung)

Der erste Schritt zur Wodkagewinnung ist dem des Bierbrauens sehr ähnlich. Man beginnt mit der Herstellung der sogenannten Maische, dem Vermischen des jeweiligen Ausgangsstoffs, also geschrotetes und gemälztes Getreide oder zerkleinerte Kartoffeln, mit Wasser, wobei bei Kartoffeln zusätzlich noch Enzyme, zum Beispiel aus Malz zugesetzt werden müssen. Beim anschließenden Erhitzen werden die im Malz enthaltenen Enzyme (vor allem Amylase) aktiv und spalten die Stärkemoleküle auf. Der nun süßen Maische (der Würze) wird Hefe hinzugefügt, um die Gärung in Gang zu setzen. Beim Gären wird der Zucker in der Maische in Alkohol umgewandelt, bis zu einem Gehalt von 6 bis 7 % vol. Alkohol. Danach findet …

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Der erste Schritt zur Wodkagewinnung ist dem des Bierbrauens sehr ähnlich. Man beginnt mit der Herstellung der sogenannten Maische, dem Vermischen des jeweiligen Ausgangsstoffs, also geschrotetes und gemälztes Getreide oder zerkleinerte Kartoffeln, mit Wasser, wobei bei Kartoffeln zusätzlich noch Enzyme, zum Beispiel aus Malz zugesetzt werden müssen. Beim anschließenden Erhitzen werden die im Malz enthaltenen Enzyme (vor allem Amylase) aktiv und spalten die Stärkemoleküle auf. Der nun süßen Maische (der Würze) wird Hefe hinzugefügt, um die Gärung in Gang zu setzen. Beim Gären wird der Zucker in der Maische in Alkohol umgewandelt, bis zu einem Gehalt von 6 bis 7 % vol. Alkohol. Danach findet das eigentliche Brennen statt, wobei der sogenannte „Rohalkohol” gewonnen wird. Der Brennvorgang wird stufenweise wiederholt, um die Produktqualität zu verbessern. Der Brennprozess findet dabei kontinuierlich statt, das Maischen hingegen geschieht in Chargen.
Um den Wodka möglichst geschmacksneutral herzustellen, wird das Destillat anschließend filtriert. Dabei werden Begleitaromen entfernt, vor allem die sogenannten „Fuselöle”. Dazu wird die Flüssigkeit durch Säulen mit Aktivkohle gepumpt, die die unerwünschten Stoffe an sich bindet. Auch biologisch kann das Destillat durch Milcheiweiß, durch Einfrieren und Ausfällen von Verunreinigungen sowie elektrisch gereinigt werden. Abschließend werden die verbliebenen Schwebeteilchen mit Hilfe von sehr feinporigen Filtrationsanlagen abgetrennt. Der gereinigte Wodka besteht also fast nur noch aus Wasser und Ethanol. Diese Neutralisierung des Geschmacks durch einen Filterprozess unterscheidet den Wodka vom Kornbrand. Die Qualität des Filterprozesses ist entscheidend für den verbleibenden Geschmack des Endproduktes und damit auch für dessen Preis. Billigere Produkte können noch Reste an Fuselölen enthalten, wobei umstritten ist, ob diese Stoffe an der Ausbildung eines Katers beteiligt sind.
Eine Reifung nach dem Brennen ist nicht erforderlich. Die Lagerung bis zur Abfüllung geschieht in Glas-, Stein- oder Edelstahltanks. In einem letzten Arbeitsgang wird der Wodka mit Wasser auf Trinkstärke verschnitten; sie beträgt in Deutschland meist 37,5 oder 40 % vol. Traditionell hat Wodka seit Mendelejew 40 % vol. Alkohol. Moderne Marken schwanken jedoch zwischen 37,5 % (zum Beispiel Smirnoff) und 56 % (Krepkaya), wobei unverdünnt getrunkene Sorten für gewöhnlich 45 % vol. nicht überschreiten. Das Wasser wird vor der Zugabe meistens ebenfalls gefiltert, bei Premiummarken noch weiter veredelt. Dann wird der Wodka abgefüllt.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
231
kcal

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
1
mg
Kalium
1
mg

Weitere Angaben

Alkoholgehalt in Vol./%
37.5 - 56
%

Reich an...

Kundenwunsch

Ausschließend

Herkunftsort