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Schaumwein

Synonym: Spumante
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Schaumwein ist ein alkoholisches Getränk, das (bis auf eine Ausnahme) durch eine zweite Gärung gewonnen wird. Von weit größerer Bedeutung als das Herstellungsverfahren ist freilich der Grundwein, aus dem ein Schaumwein bereitet wird. Da ein einzelner Wein in der Regel kein optimaler Ausgangsstoff ist, wird meistens eine Cuvée „versektet”, eine harmonische Mischung aus Weinen verschiedener Rebsorten, Herkunft und Jahrgänge.
Die Cuvée gibt dem Hersteller die Möglichkeit, einen Jahr für Jahr gleichen (Marken-)Sekt zu erzeugen, weil sich mit der jeweils individuell veränderten Weinmischung erntebedingte Qualitätsschwankungen ausgleichen lassen.

Tipp

Je nach Restzuckergehalt unterscheidet man die Geschmacksrichtungen:

  • Extra Brut/Extra Herb unter 6 g/l,
  • Brut/Herb bis 15 g/l,
  • Extra Dry/Extra Trocken 12 bis 20 g/l,
  • Sec/Trocken/Secco 17 bis 35 g/l
  • Demi-Sec/Halbtrocken/Semi-Secco 33 bis 50 g/l,
  • Doux/Mild/Dolce über 50 g/l.

Wissenswertes

Wir verdanken Schaumwein einem Zufall: Irgendwann war irgendwo ein Rest natürlicher Hefe in einem Wein mit genügend Restzucker verblieben und brachte diesen erneut zum Gären. So war ein spritziger, schäumender Wein entstanden. Als erster dieser Art wurde 1544 in Frankreich ein „Blanquette de Limoux” schriftlich erwähnt. Aber es dauerte noch rund 200 Jahre bis die Herstellung von schäumendem Wein systematisch betrieben wurde.

Verzehrhinweis

Schaumwein kann sich nur im richtigen Glas entfalten. Absolut ungeeignet sind Schalen: je größer die Oberfläche, desto schneller verpufft die Kohlensäure und desto mehr Bukett wird „an die Raumluft verschwendet”. Ideal sind Sektkelche und -flöten; Champagnergläser und solche für Sekt mit ausgeprägtem Bukett sind etwas bauchiger.
Sektgläser sollten nur mit klarem Wasser, aber nicht mit einem wasserentspannenden Mittel gespült werden, da dieses das genussfördernde Perlen des Getränkes beeinträchtigt. Es ist nicht nötig und sogar dem Genuss abträglich, am Glas lediglich zu nippen. Guter Schaumwein will in großzügigen Schlucken genossen werden. … Weißer Schaumwein sollte mit fünf bis sieben Grad, Rosé-Schaumwein mit sechs bis acht Grad getrunken werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Schaumwein im Glas relativ schnell erwärmt – die Serviertemperatur kann daher etwas niedriger sein als die hier empfohlene Trinktemperatur. Zum schnellen Kühlen auf die gewünschte Temperatur ist keinesfalls die Tiefkühltruhe geeignet, sondern lediglich ein Gemisch aus Eiswürfeln und Wasser, in das die Flasche gestellt wird; die Zugabe von Salz ins Eiswasser beschleunigt die Kühlung.

Lagerhinweis

Schaumweine werden auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung abgefüllt und bis auf sehr wenige Ausnahmen durch lange Lagerung nicht besser. Bis zum Verbrauch sollten sie dunkel, bei gleichbleibend kühler Temperatur und (solche mit Naturkorken) liegend aufbewahrt werden.

Herstellungsprozess (Beschreibung)

Schaumwein wird (bis auf eine Ausnahme) durch eine zweite Gärung gewonnen. Bei der ersten Gärung entsteht aus dem Zucker des Traubenmostes Alkohol – der stille Wein. Die sogenannte „Fülldosage” – eine Mischung aus in Wein gelöstem Zucker und Reinzuchthefe – bringt den stillen Wein erneut zum Gären. Dabei bilden sich Alkohol und Kohlensäure. Anders als beim Stillwein wird die Kohlensäure dabei „eingefangen”. Der Überdruck durch das gelöste Kohlenstoffdioxid muss bei 20 Grad mindestens drei bar betragen. Im Unterschied dazu haben Perlweine nur einen Überdruck von einem bis 2,5 bar.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
79
kcal
Kohlenhydrate
4
g

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate
4
g
Zucker
3.5
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
3
mg
Kalzium
10
mg
Magnesium
8
mg
Eisen
0.5
mg
Kalium
50
mg

Reich an...

Kundenwunsch

Ausschließend

Herstellungsverfahren