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Natürliches Mineralwasser

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Natürliches Mineralwasser ist vor vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten vom Himmel gefallen – als Regen. Es versickerte im Untergrund, floss durch viele Gesteinsschichten, wurde dabei gefiltert und gereinigt. Beim langsamen Durchfließen des Gesteins hat es Mineralien, Spurenelemente und Kohlensäure aufgenommen. Die Kohlensäure, die durch vulkanische Vorgänge auf natürlichem Weg entsteht, begünstigt die Aufnahme von Mineralstoffen im Wasser. Damit ist Mineralwasser ein ganz natürlicher „functional drink“, das dem Körper die Mineralstoffe zuführt, die er mit den Körperflüssigkeiten ausscheidet und nicht selbst wieder herstellen kann.
Dieses Wasser sammelt sich in großen unterirdischen …

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Natürliches Mineralwasser ist vor vielen Jahrzehnten und Jahrhunderten vom Himmel gefallen – als Regen. Es versickerte im Untergrund, floss durch viele Gesteinsschichten, wurde dabei gefiltert und gereinigt. Beim langsamen Durchfließen des Gesteins hat es Mineralien, Spurenelemente und Kohlensäure aufgenommen. Die Kohlensäure, die durch vulkanische Vorgänge auf natürlichem Weg entsteht, begünstigt die Aufnahme von Mineralstoffen im Wasser. Damit ist Mineralwasser ein ganz natürlicher „functional drink“, das dem Körper die Mineralstoffe zuführt, die er mit den Körperflüssigkeiten ausscheidet und nicht selbst wieder herstellen kann.
Dieses Wasser sammelt sich in großen unterirdischen Reservoirs. Man nennt es „Tiefenwasser”. An einigen Stellen sprudelt es von selbst aus dem Boden. Die meisten Mineralwasservorkommen müssen jedoch durch Bohrungen erschlossen werden.
Weil natürliches Mineralwasser von Natur aus rein ist, bedarf es keiner speziellen Behandlung. Einige Behandlungsverfahren sind jedoch erlaubt:

  • Bevor das Wasser in die Flasche kommt, darf die darin enthaltene natürliche Kohlensäure verringert oder zusätzliche Kohlensäure (aus derselben Quelle oder aus anderen Quellen) hinzugefügt werden.
  • Eisen und Schwefel im Mineralwasser dürfen aus optischen und geschmacklichen Gründen entzogen werden. „Enteisent“ bedeutet also, dem Wasser wurde Eisen entzogen (und nicht etwa, das Wasser entzieht dem Körper Eisen).

Diese Veränderungen müssen auf dem Etikett angegeben werden. Sie verändern nicht die natürliche Ursprünglichkeit des Mineralwassers, das seinen eigenen, unverwechselbaren Geschmack hat, der abhängig vom Quellort ist.

Die Mineral- und Tafelwasserverordnung schreibt vor, dass natürliches Mineralwasser direkt am Ort der Quelle in die für den Verbraucher bestimmten Gefäße abgefüllt werden muss. Dieses Abfüllen geschieht heute meist vollautomatisch auf Füllstraßen. So bleibt Mineralwasser ein hygienisch und bakteriologisch einwandfreies Naturprodukt.
Natürliches Mineralwasser ist das einzige deutsche Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung erhält, wofür es über 200 Untersuchungen über sich ergehen lassen muss. Die Mineral- und Tafelwasserverordnung schreibt genau vor, wie ein natürliches Mineralwasser definiert ist, was auf dem Etikett stehen muss, wie das Wasser verpackt sein muss, ja sogar, wie es in der Gastronomie serviert werden muss (nämlich aus der erst am Tisch zu öffnenden Originalflasche). Allerdings braucht Mineralwasser keine Nährwerttabelle am Produkt anführen, da die meisten Werte Null betragen würden.

Tipp

Um den Kochsalzgehalt eines Mineralwassers zu berechnen, gibt es eine einfache Formel:

  • Ist der Natrium-Gehalt höher als der Chlorid-Gehalt, so multipliziert man die Chlorid-Menge mit 1,6. Beispiel: Natrium 250 mg, Chlorid 100 mg. 100 x 1,6 = 166 mg Kochsalzgehalt pro Liter.
  • Ist der Natrium-Gehalt niedriger als der Chlorid-Gehalt, so multipliziert man die Natrium-Menge mit 2,5. Beispiel: Natrium 11,6 mg, Chlorid 13,5 mg. 11,6 x 2,5 = 29 mg Kochsalzgehalt pro Liter.

Wissenswertes

Die Mineralstoffe sind beteiligt am Aufbau von Knochen und Zähnen, unentbehrlich für die Blutgerinnung und die Nervenfunktion. Sie regulieren den Wasserhaushalt im Körper und sorgen für den korrekten Ablauf des Stoffwechsels. Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Chlorid und Fluorid werden besonders gut aufgenommen, weil sie im Mineralwasser bereits in gelöster Form vorliegen. Die im natürlichen Mineralwasser enthaltenen Mineralstoffe sind ernährungsphysiologisch wirksam.

Verzehrhinweis

Keine Frage, zum Durstlöschen eignet sich Wasser immer. Aber man kann auch genauer differenzieren:

  • Wasser, das zum Wein bzw. Essen passt: Weniger mineralstoffreiche Mineralwässer schmecken neutraler, stark kohlensäurehaltige Wässer passen zu kräftigen Gerichten oder Weinen. Kohlensäurearme oder gar stille Mineralwässer eignen sich zur Begleitung zarter Geschmacksnuancen.
  • Sportler haben einen erhöhten Bedarf an Natrium, Chlorid und Magnesium (diese Stoffe werden beim Schwitzen ausgeschieden).
  • Kinder und Jugendliche fahren gut mit kalziumreichem Mineralwasser.
  • Auch Menschen, die keine Milchprodukte mögen oder vertragen, sollten ihren Kalziumbedarf teilweise mit Mineralwasser decken.
  • Hydrogencarbonatreiches Mineralwasser eignet sich für Menschen mit Magenproblemen, da es Säure neutralisiert.
  • Nicht nur bei körperlicher, auch bei geistiger Arbeit ist Mineralwasser angebracht. Flüssigkeit und Mineralstoffe unterstützen die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Das Gehirn benötigt als eines der wasserreichsten Organe des Menschen ständig Flüssigkeitsnachschub.

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