stock.adobe.com/fascinadora

Kakao

Synonym: Heiße Schokolade , Kakaogetränk , Schokomilch , Trinkschokolade
menu

Als Kakao bezeichnet man eine Gruppe von Getränken, die mit kakaohaltigen Produkten auf Basis von Wasser und/oder Milch zubereitet werden. Je nach Zubereitungsart wird hierzu Kakaopulver, (Tafel-)Schokolade, ein kakao- bzw. schokoladehaltiges Instantpulver oder eine Art Sirup verwendet. Das Endprodukt kann sowohl heiß als auch kalt getrunken werden.
Für die Kakaoproduktion werden die Blüten des tropischen Kakaobaums, botanisch „Theobroma cacao”, verwendet. Sie wachsen direkt am Stamm und bringen ganzjährig bis zu 25 Zentimeter lange Früchte hervor. In diesen, je nach Sorte, gelben, gelbroten oder rot- bis rotbraunen gurkenförmigen Früchten sind 25 bis 50 bohnenförmige weiße Samen, die …

add_circle_outline

Als Kakao bezeichnet man eine Gruppe von Getränken, die mit kakaohaltigen Produkten auf Basis von Wasser und/oder Milch zubereitet werden. Je nach Zubereitungsart wird hierzu Kakaopulver, (Tafel-)Schokolade, ein kakao- bzw. schokoladehaltiges Instantpulver oder eine Art Sirup verwendet. Das Endprodukt kann sowohl heiß als auch kalt getrunken werden.
Für die Kakaoproduktion werden die Blüten des tropischen Kakaobaums, botanisch „Theobroma cacao”, verwendet. Sie wachsen direkt am Stamm und bringen ganzjährig bis zu 25 Zentimeter lange Früchte hervor. In diesen, je nach Sorte, gelben, gelbroten oder rot- bis rotbraunen gurkenförmigen Früchten sind 25 bis 50 bohnenförmige weiße Samen, die eigentlichen Kakaobohnen, enthalten. Diese weißen Bohnenkerne werden fermentiert, getrocknet, gereinigt und geröstet. Erst dann entfalten sie ihr Aroma. Pro Jahr trägt jeder Baum etwa 20 bis 30, in guten Jahren bis zu 50 Früchte.
Der Kakaobaum ist ein immergrünes Malvengewächs mit einem dünnen Stamm und großen, schweren Blättern. Er kann zehn bis 15 Meter hoch werden, wird auf Plantagen aber auf zwei bis vier Meter gestutzt. Durch Züchtung entstanden verschiedene Sorten, von denen „Criollo”, „Forastero” und „Trinitario” die wichtigsten sind.

Wissenswertes

Kakao kannte man schon 1500 vor Christus. Die Olmeken, ein mittelamerikanisches Kulturvolk, das im fruchtbaren Tiefland am Golf von Mexiko siedelte, waren vermutlich die ersten, die das energiehaltige Genussmittel entdeckten und ihm auch seinen Namen gaben. Das Wort „cacao“, ursprünglich „kakawa“ ausgesprochen, stammt daher. Die Azteken schrieben dem Kakao mystische Kräfte zu. Bei Männern, so glaubten sie, soll er potenzfördernde Wirkung haben. Diese Legende wurde immer wieder weitererzählt und auch heute noch gibt es Schokoladenliebhaber, die diese Wirkung nicht ganz von der Hand weisen wollen – auch wenn sie wissenschaftlich nicht nachzuweisen ist.
Wissenschaftliche Studien weisen darauf …

add_circle_outline

Kakao kannte man schon 1500 vor Christus. Die Olmeken, ein mittelamerikanisches Kulturvolk, das im fruchtbaren Tiefland am Golf von Mexiko siedelte, waren vermutlich die ersten, die das energiehaltige Genussmittel entdeckten und ihm auch seinen Namen gaben. Das Wort „cacao“, ursprünglich „kakawa“ ausgesprochen, stammt daher. Die Azteken schrieben dem Kakao mystische Kräfte zu. Bei Männern, so glaubten sie, soll er potenzfördernde Wirkung haben. Diese Legende wurde immer wieder weitererzählt und auch heute noch gibt es Schokoladenliebhaber, die diese Wirkung nicht ganz von der Hand weisen wollen – auch wenn sie wissenschaftlich nicht nachzuweisen ist.
Wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Schokolade bzw. Kakaobutter das Gesamt-Cholesterin sowie das (schlechte) LDL-Cholesterin senkt und das (gute) HDL-Cholesterin erhöht. Zudem soll es einen positiven Effekt auf das Thromboserisiko geben. Dieser Einfluss ist bei höherem Kakaobutteranteil deutlicher, was für dunkle Schokolade spricht. Sie soll auch leicht den Blutdruck senken.
Traditionell wird Kakao in den Ländern des Äquators angebaut, inzwischen haben sich die Hauptanbaugebiete allerdings nach Afrika verlagert. Das Land mit der größten Kakaoproduktion der Welt ist die Elfenbeinküste. Die Verarbeitung des Rohkakaos findet hingegen hauptsächlich in den westlichen Industrienationen statt. Hier wird auch am meisten Kakao, in Form von Schokolade und anderen Süßwaren, verzehrt. Ursprünglich als Getränk entdeckt, spielt Kakao heute als Trinkschokolade eine marginale Rolle. Spitzenreiter beim Schokoladenverzehr sind übrigens die Schweiz und Deutschland.

Lagerhinweis

Damit Kakao möglichst lange seine Qualität behält, muss man ihn richtig lagern. Kakao sollte an einem trockenen, kühlen Ort aufbewahrt werden. Ansonsten kann das Pulver leicht Feuchtigkeit anziehen, verklumpen und muffig werden. Zudem ist Kakao geruchsempfindlich und nimmt leicht Fremdgerüche an. Er sollte daher luftdicht, lichtgeschützt und geruchsneutral aufbewahrt werden. Auch Hitze und Temperaturschwankungen sollte man vermeiden. Richtig aufbewahrt hält Kakao mehrere Jahre.

Herstellungsprozess (Beschreibung)

Um aus den Fruchtkernen des Kakaobaums, die roh einen hohen Gehalt an Bitterstoffen haben und noch nicht nach Schokolade schmecken, Kakao zu gewinnen, sind mehrere Schritte notwendig. Zuerst werden die bis zu 500 Gramm schweren Kakaofrüchte aufgeschlagen und die Samen, die eigentlichen Kakaobohnen, entnommen. Die Bohnen müssen nun bis zu zehn Tage gären (fermentieren), bis sie ihre braune Farbe erhalten und das kakaotypische Aroma entwickeln. Danach werden sie in der Sonne ausgebreitet und ein bis zwei Wochen auf Trockengestellen gedarrt. Dabei verlieren sie bis zu 50 Prozent ihres Gewichts, der Wassergehalt schrumpft auf sieben Prozent. Nach dem Fermentieren und Trocknen werden die Bohnen in Säcke abgefüllt und exportiert.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
228
kcal
Fettgehalt
14
g
Kohlenhydrate
58
g
Eiweiß
20
g

Fettwerte

Fettgehalt
14
g
Gesättigte Fettsäuren
8
g
Einfach ungesättigte Fettsäuren
4.6
g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
0.4
g

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate
58
g
Ballaststoffe
33
g
Zucker
1.8
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
21
mg
Kalzium
128
mg
Magnesium
499
mg
Eisen
13.9
mg
Kalium
1524
mg

Saisonale Verfügbarkeit

Herstellungsverfahren