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Bier

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Bier besteht zu etwa 90 Prozent aus Wasser. Kein Wunder, dass die Brauereien hohe Ansprüche an das kühle Nass stellen. Viele holen es aus eigenen Tiefbrunnen, die oft eine überdurchschnittlich hohe Qualität liefern. Hinsichtlich des Gehalts an Mineralien, Salzen und Kalk unterscheidet sich Wasser von Region zu Region. Entsprechend ist auch der Geschmack nie völlig gleich. Der Gesetzgeber erlaubt die Verwendung von Wasser in Trinkqualität. Es darf jedoch entkeimt, enthärtet, gefiltert und gekocht werden. Auch ist eine Reduzierung des Eisengehalts zulässig.

Tipp

Gelegentlich wird der Stammwürzegehalt eines Bieres mit dem Alkoholgehalt gleichgesetzt, doch der Alkoholgehalt liegt deutlich niedriger. Als Faustregel kann gelten: Der Alkoholgehalt (in % vol.) beträgt etwa ein gutes Drittel des Stammwürzegehalts. Vollbier beispielsweise hat 11 bis 14 % Stammwürze und 4,4 bis 5 % vol., was ca. 35 bis 40 Gramm Alkohol pro Liter entspricht. Zum Vergleich: Deutscher Weißwein besitzt einen Alkoholgehalt von 8 bis 12 % vol.
Wissenschaftler haben festgestellt, dass maßvolle Biertrinker eine höhere Lebenserwartung haben als Abstinenzler. Doch was ist „maßvoll“? Lange galten 80 Gramm Alkohol am Tag als Obergrenze. Dann hieß es, ein Gramm Alkohol pro Kilogramm Körpergewicht sei für einen gesunden Erwachsenen zuträglich, wobei allerdings das Geschlecht berücksichtigt werden muss. Amerikanische Studien empfehlen inzwischen nicht mehr als 25 Gramm Alkohol täglich, entsprechend 0,7 Liter Vollbier oder einem Liter Leichtbier.

Wissenswertes

Natürlich – Bier enthält Alkohol. Aber in Maßen konsumiert, kann man es guten Gewissens als ein für die Gesundheit wertvolles Getränk bezeichnen. Nicht umsonst nannte man es einst „flüssiges Brot“, und tatsächlich lässt sich’s mit Bier eine Zeitlang ganz gut leben. Das entdeckten Mönche bereits im Mittelalter. Als sie der Hunger während der vierzigtägigen Fastenzeit allzu sehr plagte, kam die „göttliche Eingebung“ gerade recht, dass ein etwas stärker gebrautes Bier den Magen beruhigen und die Lebensgeister wecken könne. Und so wurde nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht“ das Starkbier erfunden. Übrigens half Bier nicht nur Mönchen, sondern auch Nonnen über die Runden. So ließ die …

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Natürlich – Bier enthält Alkohol. Aber in Maßen konsumiert, kann man es guten Gewissens als ein für die Gesundheit wertvolles Getränk bezeichnen. Nicht umsonst nannte man es einst „flüssiges Brot“, und tatsächlich lässt sich’s mit Bier eine Zeitlang ganz gut leben. Das entdeckten Mönche bereits im Mittelalter. Als sie der Hunger während der vierzigtägigen Fastenzeit allzu sehr plagte, kam die „göttliche Eingebung“ gerade recht, dass ein etwas stärker gebrautes Bier den Magen beruhigen und die Lebensgeister wecken könne. Und so wurde nach dem Motto „Flüssiges bricht das Fasten nicht“ das Starkbier erfunden. Übrigens half Bier nicht nur Mönchen, sondern auch Nonnen über die Runden. So ließ die Klostergründerin Teresa von Avila verlauten: „Tu deinem Körper etwas Gutes, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“ Die Vorzüge von Bier sind inzwischen wissenschaftlich belegt:

  • Bier ist ein Energiespender, denn es enthält Kohlenhydrate in Form von Zucker. Dabei hat Bier den Ruf, ein Dickmacher zu sein, nicht verdient. 100 Milliliter Bier enthalten zwischen 30 und 45 Kilokalorien und damit deutlich weniger als viele Erfrischungsgetränke, Weine und Spirituosen. Allerdings hat man nach einem Liter – eine in Bayern durchaus übliche Menge – schon den Nährwert einer Mahlzeit erreicht.
  • Bier enthält Vitamine B1, B2, Niacin, B6 und H aus Hefe und Hopfen. Sie fördern unter anderem die Konzentrationsfähigkeit, unterstützen die Bildung roter Blutkörperchen, aktivieren den Stoffwechsel und regen den Kreislauf an.
  • Bier fördert das Wohlbefinden, denn es liefert wertvolle Mineralien wie Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphor und dazu die Spurenelemente Eisen, Fluor, Kupfer sowie Zink. Daraus ergibt sich u. a. eine positive Auswirkung auf Nerven, Muskeln, Elektrolythaushalt, Hormonsteuerung und Stoffwechsel. Zudem hat Bier eine entwässernde Wirkung.
  • Bier entspannt den gesamten Organismus. Zu verdanken ist das dem Hopfen und dem Alkohol. Ein Glas Bier beruhigt die Nerven und kann sogar beim Einschlafen helfen.

Verzehrhinweis

Bier ist nicht nur zum Trinken da, man kann es auch zum Kochen verwenden. Köstlich sind beispielsweise Biersuppen und -saucen, Bierkraut mit Schweinefleisch oder Pfannkuchen aus bzw. Apfelringe in Bierteig gebacken.

Wer Bier mit Stil genießt, trinkt es nicht aus einem x-beliebigen Glas. Denn die Form des Glases unterstützt die Entwicklung des Aromas und die Bildung der Schaumkrone. Für die meisten Biere verwendet man Gläser, die oben nicht zu breit werden, weil andernfalls womöglich der Schaum zerfließt.

  • Leichtbier trinkt der Kenner gern aus einem dünnwandigen Pokal.
  • Märzen- oder Spezialbiere schmecken aus einem Krug besonders gut.
  • Für Bockbier ist ein bauchiges Stielglas ideal. …
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Bier ist nicht nur zum Trinken da, man kann es auch zum Kochen verwenden. Köstlich sind beispielsweise Biersuppen und -saucen, Bierkraut mit Schweinefleisch oder Pfannkuchen aus bzw. Apfelringe in Bierteig gebacken.

Wer Bier mit Stil genießt, trinkt es nicht aus einem x-beliebigen Glas. Denn die Form des Glases unterstützt die Entwicklung des Aromas und die Bildung der Schaumkrone. Für die meisten Biere verwendet man Gläser, die oben nicht zu breit werden, weil andernfalls womöglich der Schaum zerfließt.

  • Leichtbier trinkt der Kenner gern aus einem dünnwandigen Pokal.
  • Märzen- oder Spezialbiere schmecken aus einem Krug besonders gut.
  • Für Bockbier ist ein bauchiges Stielglas ideal.
  • Für Pils eignet sich eine schmale zylindrische Form am besten.
  • Das hohe Weizenbier-Glas ist eher dickwandig und wird oben ein wenig bauchig.
  • Kölsch und Alt schmecken am besten aus einem schlanken, geraden 0,2-l-Glas.

Krüge müssen übrigens nicht aus Glas sein. Tonkrüge bieten vor allem im Freien den Vorteil, dass sie das Bier länger kühl halten und vor Licht schützen.
Das Einschenken ist schon fast eine Wissenschaft. Eine Grundregel lautet: Langsam und mit Bedacht einschenken. Zuerst wird das saubere Glas kurz mit kaltem Wasser ausgespült, denn eventuelle Reste von Spülmittel oder Fett machen den Schaum zunichte. Dann hält man das Glas leicht schräg und lässt das Bier an der Wand entlang einfließen. Ist das Glas zu etwa einem Drittel gefüllt, muss sich das Bier etwas absetzen. Hat sich der Schaum gefestigt, wird voll geschenkt. Spezialisten warten nochmals kurz und setzen dann eine Schaumkrone drauf. Weizenbier wird langsam, aber in einem Zug eingefüllt. Dabei sollen sich im Glas keine Wirbel bilden, um eine übermäßige Schaumbildung zu vermeiden.

Lagerhinweis

Bierfreunde erwarten von ihrem Lieblingsgetränk prickelnde Frische, eine klare Farbe, reinen Glanz und eine feste Schaumkrone. In all seiner Pracht zeigt sich Bier jedoch nur dann, wenn es umsichtig behandelt wird. Grundsätzlich gilt: Je frischer das Bier ist, desto besser schmeckt es. Die Haltbarkeit ist begrenzt (siehe Mindesthaltbarkeitsdatum). Je nach Qualität bildet das Bier nach einigen Monaten einen Alterungsgeschmack und trübt sich oft sogar ein. Genau genommen sollte man Bier nach dem Kauf innerhalb von vier bis sechs Wochen verbrauchen.
Wichtig ist eine produktgerechte Lagerung. Bier will kühl stehen, aber nicht zu kalt. Unter null Grad kann es zu einer Kältetrübung kommen, die …

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Bierfreunde erwarten von ihrem Lieblingsgetränk prickelnde Frische, eine klare Farbe, reinen Glanz und eine feste Schaumkrone. In all seiner Pracht zeigt sich Bier jedoch nur dann, wenn es umsichtig behandelt wird. Grundsätzlich gilt: Je frischer das Bier ist, desto besser schmeckt es. Die Haltbarkeit ist begrenzt (siehe Mindesthaltbarkeitsdatum). Je nach Qualität bildet das Bier nach einigen Monaten einen Alterungsgeschmack und trübt sich oft sogar ein. Genau genommen sollte man Bier nach dem Kauf innerhalb von vier bis sechs Wochen verbrauchen.
Wichtig ist eine produktgerechte Lagerung. Bier will kühl stehen, aber nicht zu kalt. Unter null Grad kann es zu einer Kältetrübung kommen, die zumindest das Aussehen beeinträchtigt. Auch Wärme schadet dem Getränk und direktes Sonnenlicht führt gar zu Geschmacksveränderungen („Lichtgeschmack“). Ideal für den Biervorrat ist ein dunkler Keller mit zwei bis acht Grad oder der Kühlschrank.
Bei einer Trinktemperatur zwischen sieben und neun Grad ist Bier ein Hochgenuss – nicht nur für den Gaumen, sondern auch fürs Auge. Auf optimal temperiertem Bier bildet sich nämlich die schönste Schaumkrone. Bei zu kaltem Bier mangelt es an Aroma. Wenn es frisch aus dem Kühlschrank kommt, kann ein sogenannter Bierwärmer helfen. Das Rohr aus Edelstahl wird mit heißem Wasser gefüllt und ins Bierglas gestellt. Doch Vorsicht, wird das Bier zu warm, schmeckt es schal.
Bier wird in Dosen, in Flaschen und im Fass (heute aus Edelstahl und nur noch in Ausnahmefällen aus Holz) angeboten. Tatsächlich lässt sich ein geschmacklicher Unterschied feststellen, denn: Dosenbier muss beim Abfüllen pasteurisiert, also erhitzt werden. Dadurch verändern sich Aroma und Geschmack. Auch wird Dosenbier schnell schal. Flaschenbier bleibt normalerweise unpasteurisiert. Es besitzt deshalb den vollen, herrlich frischen Geschmack. Die Krönung für jeden Biertrinker ist frisch gezapftes Fassbier. Es kann sein Aroma am besten entfalten und bildet die schönste Schaumkrone. Sie sieht nicht nur verführerisch aus, sondern schützt das Bier im Glas auch vor Sauerstoff und Licht.

Herstellungsprozess (Beschreibung)

Um Bier herzustellen, benötigt man Malz, Hopfen, Hefe und Wasser – mehr nicht. Doch jede dieser vier Zutaten muss von erstklassiger Qualität sein und mit großer Sorgfalt behandelt werden. So ist Hopfen die „Seele“ des Bieres. Er dient als „Würzmittel“ und sorgt für die produkttypische Bitter-Note. Je nach Brauart benötigt man für einen Hektoliter Bier zwischen 150 und 400 Gramm. Je mehr Hopfen ein Bier enthält, desto herber schmeckt es. Verwendet werden zwei Sorten von Hopfen; Bitterhopfen und der besonders wertvolle Aromahopfen. Die richtige Mischung beider Sorten erfordert große Erfahrung und Fachkenntnis. Hopfen verleiht dem Bier Charakter und nimmt zudem Einfluss auf die Festigkeit der …

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Um Bier herzustellen, benötigt man Malz, Hopfen, Hefe und Wasser – mehr nicht. Doch jede dieser vier Zutaten muss von erstklassiger Qualität sein und mit großer Sorgfalt behandelt werden. So ist Hopfen die „Seele“ des Bieres. Er dient als „Würzmittel“ und sorgt für die produkttypische Bitter-Note. Je nach Brauart benötigt man für einen Hektoliter Bier zwischen 150 und 400 Gramm. Je mehr Hopfen ein Bier enthält, desto herber schmeckt es. Verwendet werden zwei Sorten von Hopfen; Bitterhopfen und der besonders wertvolle Aromahopfen. Die richtige Mischung beider Sorten erfordert große Erfahrung und Fachkenntnis. Hopfen verleiht dem Bier Charakter und nimmt zudem Einfluss auf die Festigkeit der Schaumkrone.
Hopfen gehört zu den Hanfgewächsen und ist eine Kletterpflanze. Sie wird in riesigen Hopfengärten angebaut und rankt sich an etwa acht Meter hohen Gerüststangen empor. Hopfen bildet männliche und weibliche Triebe, doch nur die weiblichen sind beim Brauen von Nutzen. Sie enthalten Stoffe, die dem Bier das Aroma, die Bekömmlichkeit und die Haltbarkeit verleihen. Eine Befruchtung durch männlichen Blütenstaub würde die Doldenzapfen weitgehend unbrauchbar machen. Deshalb werden die männlichen Triebe vorsorglich entfernt.
Das wichtigste Anbaugebiet für Hopfen liegt in der Hallertau in Bayern. Hier wird auf etwa 15.000 Hektar Ackerfläche ca. ein Viertel des weltweit benötigten Hopfens erzeugt. Auf Hopfen spezialisiert haben sich auch Bauern bei Spalt und Hersbruck, außerdem in Baden-Württemberg (bei Tettnang), in Rheinland-Pfalz (Bitburg) und in Thüringen/Sachsen (Elbe-Saale-Gebiet). Zur Erntezeit ab Ende August werden die Pflanzen knapp über dem Boden abgeschnitten. Dann übernehmen Maschinen das „Hopfenzapfen-Zupfen“. Die Zapfen werden bis auf eine Restfeuchtigkeit von ca. elf Prozent getrocknet, in Säcke gepresst und zu den Brauereien transportiert.
Das Braumalz gewinnt man vorwiegend aus Gerste, lediglich für Weizenbier wird Weizenmalz verwendet. Natürlich ist nicht jede x-beliebige Gerste zum Brauen geeignet. Bevorzugt wird Sommergerste, die ganz bestimmte Qualitätsanforderungen erfüllt. Unter anderem hat sie einen vergleichsweise geringen Eiweißgehalt, was beim Mälzen und Vergären von Vorteil ist. Die Verwandlung von Gerste in Malz ist ein langwieriger Prozess. Zuerst werden die gereinigten und sortierten Gerstenkörner in Wasser eingeweicht, dann lässt man sie unter ständiger Zufuhr von Luftsauerstoff und bei gesteuerter Temperatur keimen. So entsteht innerhalb von etwa sieben Tagen sogenanntes „Grünmalz”. Es ist feucht wenig haltbar und wird deshalb auf der „Darre“ in heißer Luft getrocknet. Gleichzeitig gewinnt das Malz sein Aroma. Durch exakte Steuerung von Temperatur, Feuchtigkeit und Dauer des Vorgangs lässt sich helles Malz für helles Bier und dunkles Malz für dunkles Bier erzielen. Nach dem Darren enthält das Malz nur noch etwa vier Prozent Feuchtigkeit. Das Wachstum der Keimlinge ist beendet, doch die Enzyme sind nach wie vor aktiv. Und darauf kommt es später beim Maischen an.
Hefe bringt den zum Bierbrauen erforderlichen Gärprozess in Gang. Sie verwandelt Malzzucker auf biologischem Weg in Alkohol und Kohlensäure. Man unterscheidet zwischen untergäriger und obergäriger Hefe, und je nach Verwendung ist das Ergebnis untergäriges oder obergäriges Bier. Auch bei der Hefe bleibt nichts dem Zufall überlassen. Um ein gleichmäßiges Qualitätsniveau zu erzielen, züchten die Brauereien ihre Hefepilze selbst.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
43
kcal
Kohlenhydrate
3.6
g
Eiweiß
0.5
g

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate
3.6
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
4
mg
Kalzium
4
mg
Magnesium
6
mg
Kalium
27
mg

Reich an...

Qualitätsmerkmal

Herstellungsverfahren