stock.adobe.com/Schlierner

Kaugummi

menu

Basis eines jeden Kaugummis ist die Kaumasse. Sie wurde früher aus dem Harz bestimmter Bäume gewonnen, doch damit lässt sich der Bedarf schon lange nicht mehr decken. Heute wird die Kaumasse synthetisch hergestellt und erfüllt dadurch höchste Erwartungen an Reinheit, Hygiene und gesundheitliche Unbedenklichkeit.

Tipp

Für Zähne und Zahnfleisch ist zuckerfreier Kaugummi geradezu ein Segen. Das Kauen ersetzt zwar nicht die Zahnbürste, unterstüzt aber die tägliche Zahnpflege. Besonders geeignet sind hierfür zuckerfreie Produkte.
Kaugummi entfernt Zahnbeläge (Plaque) und kann ihre Neubildung hemmen, stimuliert die Durchblutung des Zahnfleischs und regt die Speichelproduktion an. Auf diese Weise werden jene Säuren neutralisiert, die den Zahnschmelz angreifen.
Spezielle Zahnpflege-Kaugummis beugen Zahnverfärbungen beispielsweise durch Tee, Kaffee oder Nikotin vor. Und wer Zahnersatz trägt, greift einfach zu Produkten, die nicht kleben.

Wissenswertes

Es muss wohl ein Urbedürfnis sein, das lange und genussvolle Kauen auf einer elastischen Masse. Schon vor mehr als 2000 Jahren kauten die Griechen das Harz des Mastix-Baumes. Die Mayas in Mittelamerika genossen „Chicle“, den Saft des Sapotillobaumes, der noch bis ins 20. Jahrhundert die Grundlage für viele Kaugummis war. Die Indianer Nordamerikas kauten dem „weißen Mann“ Fichtenharz vor, und der machte es nach.
Der Pionier schlechthin auf dem Kaugummi-Sektor war ein junger Amerikaner. William Wrigley junior startete seine Karriere 1891 als Seifenverkäufer und überreichte seinen Kunden mit der Ware immer als kleines Dankeschön ein Päckchen Backpulver. Schon bald war dieses Produkt gefragter als die Seife, und so sattelte Mr. Wrigley kurzentschlossen auf Backpulver um. Als Gratisgabe wählte er diesmal Kaugummi, und auch dieser wurde zum durchschlagenden Erfolg.
Wrigley erkannte seine Chance und begann damit, alles am Kaugummi zu verbessern: das Produkt, das Herstellungsverfahren, die Verpackung und den Vertrieb. Und so eroberte der kleine Kaugummi zuerst Amerika, dann Australien und schließlich Europa und die ganze Welt.

Verzehrhinweis

Kaugummi ist beliebt bei Jung und Alt. Das Kauen macht Spaß und fördert auch das Wohlbefinden und die Gesundheit: Allerdings sollte der Kaugummi zuckerfrei sein.

  • Kaugummi verspricht Genuss ohne Reue, denn die Kalorien kann man schlichtweg vergessen.

  • Kaugummi erfrischt in Sekunden und macht Müde wieder munter.

  • Gestresste Menschen entspannen sich beim intensiven Kauen.

  • Die anhaltende Kaubewegung fördert die Durchblutung des Gehirns und erhöht so die Konzentratrationsfähigkeit.

  • Kaugummi erfrischt den Atem und verhindert lästige Mundtrockenheit.

Aufgrund der hohen Qualitätsstandards an Reinheit kann man einen synthetisch hergestellten Kaugummi ohne Bedenken verschlucken.

Lagerhinweis

Damit Kaugummi bis zum Verbrauch seine Qualität behält, verpackt man ihn mehrschichtig in Folie und Papier. So kann die produkteigene Feuchtigkeit nicht entweichen und der Kaugummi bleibt elastisch. Auch Aroma und Geschmack sind sicher versiegelt.
Die Verpackung schützt vor äußeren Einflüssen, informiert den Verbraucher über das Produkt und hat noch einen Zusatznutzen: Nach Gebrauch kann man den Kaugummi einwickeln und diskret im Mülleimer versenken.

Herstellungsprozess (Beschreibung)

Zur Herstellung von Kaugummi werden zunächst gummiartiger synthetischer Kautschuk und naturidentische Harze zu einer homogenen Masse verarbeitet. Diese wird getrocknet und zu Granulat vermahlen. Durch Erwärmen auf etwa 60 Grad schmilzt das Granulat zu einem zähen Teig.
Nun kommen weitere Zutaten dazu: der Weichmacher Glycerol (eine höhere Konzentration von Harzen und Glycerol macht den Kaugummi blasenfähig) sowie Zucker und Glucosesirup bzw. stattdessen immer häufiger Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe. Für den Geschmack sorgen Minzöl, andere natürliche und naturidentische Aromen sowie eine Vielzahl erfrischende Frucht- und Gewürzessenzen. All das verarbeiten Knetmaschinen zu einem …

add_circle_outline

Zur Herstellung von Kaugummi werden zunächst gummiartiger synthetischer Kautschuk und naturidentische Harze zu einer homogenen Masse verarbeitet. Diese wird getrocknet und zu Granulat vermahlen. Durch Erwärmen auf etwa 60 Grad schmilzt das Granulat zu einem zähen Teig.
Nun kommen weitere Zutaten dazu: der Weichmacher Glycerol (eine höhere Konzentration von Harzen und Glycerol macht den Kaugummi blasenfähig) sowie Zucker und Glucosesirup bzw. stattdessen immer häufiger Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe. Für den Geschmack sorgen Minzöl, andere natürliche und naturidentische Aromen sowie eine Vielzahl erfrischende Frucht- und Gewürzessenzen. All das verarbeiten Knetmaschinen zu einem schweren Teig.
Kaugummi-Streifen entstehen, indem Maschinen den Teig über mehrere Stufen immer weiter auswalzen, bis er die erforderliche Dicke von zwei Millimeter erreicht hat. Während dieses Prozesses kühlt die Masse ab. Aus den Bahnen werden Streifen von 20 x 70 Millimeter geschnitten und anschließend bei exakt gesteuerter Temperatur und Luftfeuchtigkeit gehärtet.
Um Kaugummi in anderen Formen herzustellen, wird der warme Teig durch Düsen zu Endlosschnüren gepresst. Nach dem Kühlen lassen diese sich in portionsgerechte Stücke schneiden und maschinell formen – zu Kugeln, Kissen, Würfeln usw. Manche Kaugummis (zum Beispiel Dragees oder Kinderkaugummis für Automaten) werden noch in eine aromatische Zuckerlösung getaucht, die dann auf den Produkten erstarrt.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
360
kcal
Kohlenhydrate
97
g

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate
97
g
Ballaststoffe
2.4
g
Zucker
66
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
1
mg
Kalium
2
mg

Schmeckt wie...