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Zucker

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Zucker ist ein Kohlenhydrat und damit ein wertvoller Energiespender. Nach wie vor wird Zucker entweder aus Zuckerrohr oder aus Zuckerrüben hergestellt. In beiden Fällen lassen die Endprodukte keinen Unterschied erkennen. In Deutschland angebotender Zucker ist vorwiegend Rübenzucker. Zucker kommt in den beiden Qualitäten „Weißzucker” und „Raffinade” in den Handel, wobei Raffinade das Spitzenprodukt ist.

Zucker ist ein natürliches Produkt, das ohne chemische Veränderung aus der Pflanze gewonnen wird. Man verwendet keine Mittel zum Färben oder Bleichen.

Entsprechend dem chemischen Aufbau unterscheidet man Zucker in Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker.

Tipp

  • Grüne Pflanzen sind von Natur aus in der Lage, durch Photosynthese selbst Zucker zu bilden. Sie brauchen ihn nur teilweise zur eigenen Ernährung und lagern den Rest ein.

  • Süßstoffe sind sogenannte Zuckerersatzstoffe und erhalten so gut wie keine Kalorien.

Dextrose ist nichts anderes als Traubenzucker. Der Fachmann nennt ihn „Dextrose” oder „Glucose”. Die Bezeichnung „Dextrose” leitet sich aus dem Lateinischen ab (dexter = rechts) und hat ihren Ursprung in der Physik:
Eine Lösung aus Traubenzucker besitzt die Eigenschaft, polarisiertes Licht, welches in einer Ebene schwingt, um einen gewissen Winkel aus dieser Ebene herauszudrehen. Bei Dextrose geschieht dies nach rechts. Diese Art von Zucker kann vom menschlichen Organismus besonders schnell verwertet werden. Deshalb liefert ein Stück Traubenzucker beispielsweise beim Sport kurzfristig neue Energie. Fructose dagegen ist linksdrehend und geht langsam ins Blut.

Wissenswertes

„Naschkatzen“ gibt es seit eh und je, und die Lust auf Süßes ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Allerdings musste die sich lange Zeit an Honig, süßes Obst und Beeren halten, bis endlich in asiatischen Ländern das Zuckerrohr kultiviert wurde. Es gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen. Das Abendland kam erstmals durch die Kreuzzüge in den Genuss von Zucker. Später gelangte die begehrte Ware über den Gewürzhandel mit orientalischen Ländern nach Europa.

Das Problem war:
Zucker ließ sich nur aus Zuckerrohr gewinnen, und diese Pflanze braucht zum Gedeihen tropisches Klima. Selbst als sich der Zuckerhandel durch Anpflanzungen auf Madeira, den Azoren und – nach der Entdeckung …

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„Naschkatzen“ gibt es seit eh und je, und die Lust auf Süßes ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit. Allerdings musste die sich lange Zeit an Honig, süßes Obst und Beeren halten, bis endlich in asiatischen Ländern das Zuckerrohr kultiviert wurde. Es gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen. Das Abendland kam erstmals durch die Kreuzzüge in den Genuss von Zucker. Später gelangte die begehrte Ware über den Gewürzhandel mit orientalischen Ländern nach Europa.

Das Problem war:
Zucker ließ sich nur aus Zuckerrohr gewinnen, und diese Pflanze braucht zum Gedeihen tropisches Klima. Selbst als sich der Zuckerhandel durch Anpflanzungen auf Madeira, den Azoren und – nach der Entdeckung Amerikas – in der Karibik intensivierte, blieb Zucker bis Anfang des 19. Jahrhunderts ein süßes Privileg der Reichen und Mächtigen. Doch das änderte sich radikal, als es in Deutschland erstmals gelang, süße Runkelrüben zu züchten und daraus Zucker industriell herzustellen. Die erste Rübenzuckerfabrik entstand bereits 1801 im schlesischen Cunern.

Anfallende Nebenprodukte bei der Zuckerherstellung finden reichlich Abnehmer:

  • Abgeschleuderte Melasse (Zuckersirup, der nicht mehr kristallisiert werden kann) dient unter anderem zur Herstellung von Hefe, Alkohol, Milch- und Zitronensäure oder – mit Rübenschnitzeln vermischt – als wertvolles Tierfutter.
  • Der bei der Saftgewinnung anfallende Karbonkalk ist ein geschäztes Düngemittel.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
387
kcal
Kohlenhydrate
100
g

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate
100
g
Ballaststoffe
0
g
Zucker
100
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
1
mg
Magnesium
0.2
mg
Eisen
0.3
mg
Kalium
2
mg

Enthalten in

Geschmacksnote