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Salz

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Salz würzt, doch genau genommen gehört es nicht zu den Gewürzen, die ja pflanzlichen Ursprungs sind. Salz dagegen ist ein anorganischer Mineralstoff. Er besteht bei allen Salzarten aus einer Verbindung der Elemente Natrium und Chlor – daher auch der chemische Name Natriumchlorid.

Tipp

Salz in der Suppe oder anderen Speisen bzw. Lebensmitteln reizt keineswegs nur den Gaumen, sondern hat eine lebenswichtige Bedeutung für den menschlichen Organismus. Dieser enthält beim Erwachsenen etwa 200 bis 300 Gramm Salz. Natrium und Chlor sorgen für ein gleich bleibendes Verhältnis zwischen Gewebswasser und Blutplasma. Außerdem ist Salz zuständig für die Regulierung des Wasserhaushalts sowie die Weiterleitung von Reizen in den Nervenbahnen, und es unterstützt das reibungslose Funktionieren der Organe.
Täglich müssen drie bis fünf Gramm an Verlusten ausgeglichen werden, bei starkem Schwitzen auch deutlich mehr, bis zu 20 Gramm. Zufuhren unter etwa zwei Gramm bergen die Gefahr, dass …

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Salz in der Suppe oder anderen Speisen bzw. Lebensmitteln reizt keineswegs nur den Gaumen, sondern hat eine lebenswichtige Bedeutung für den menschlichen Organismus. Dieser enthält beim Erwachsenen etwa 200 bis 300 Gramm Salz. Natrium und Chlor sorgen für ein gleich bleibendes Verhältnis zwischen Gewebswasser und Blutplasma. Außerdem ist Salz zuständig für die Regulierung des Wasserhaushalts sowie die Weiterleitung von Reizen in den Nervenbahnen, und es unterstützt das reibungslose Funktionieren der Organe.
Täglich müssen drie bis fünf Gramm an Verlusten ausgeglichen werden, bei starkem Schwitzen auch deutlich mehr, bis zu 20 Gramm. Zufuhren unter etwa zwei Gramm bergen die Gefahr, dass der Körper austrocknet. Zu große Mengen werden zunächst ausgeschieden, dabei geht viel Wasser verloren, es entsteht starker Durst. Eine gefährlich hohe Dosis aufzunehmen, ist schon aus Geschmacksgründen fast unmöglich.
Man ging bis vor einigen Jahren davon aus, dass regelmäßig zu hoher Salzkonsum zu Bluthochdruck und Folgerisiken führen müsse. Dies ist mittlerweile modifiziert worden: Es gilt heute als nicht für alle Menschen gleichermaßen gültig. Bei Kindern allerdings gibt es reale Risiken ab einer 20-fach überhöhten Dosis, gemessen am Körpergewicht. Für Baby- und Kleinkindernährung wird generell die Verwendung von natriumarmem Wasser empfohlen. Eine verbindliche Definition fehlt, häufig spricht man von natriumarm bei einem Gehalt unter 20 Milligramm pro Liter Wasser. Als empfehlenswerte Höchstmenge wird bei Mineralwässern oft ein Wert von 200 Milligramm pro Liter angesehen.

Wissenswertes

Einst war Salz fast so wertvoll wie Gold und wurde sogar anstelle von Geld akzeptiert. Zu römischer Zeit erhielten Soldaten und Beamte, die entfernte Provinzen bereisten, als Gehalt eine Portion „salarium“, also Salz. Nicht etwa zum Gebrauch in der Küche, sondern bei Bedarf zum Einwechseln gegen Bares. Daran erinnert noch der bei uns inzwischen antiquierte Begriff „Salär“ für Lohn.

Herstellungsprozess (Beschreibung)

Das sich im Gestein befindende Salz wurde durch Oberflächenwasser, das vor Jahrtausenden eingedrungen war, aus dem Gestein gespült und sammelte sich in Hohlräumen. Über Bohrungen lässt sich diese Sole abpumpen und zur Salzgewinnung nutzen. Die Mengen an natürlicher Sole sind allerdings begrenzt, und deshalb hilft man der Bildung nach. Im Berg werden künstliche Hohlräume angelegt und mit Wasser gefüllt, wodurch sich das Salz aus dem Gestein löst. Hat das Wasser die höchst mögliche Sättigung von 26,5 Prozent Salz erreicht, wird die Sole abgepumpt und in der Saline weiter verarbeitet. In einer Verdampfungsanlage wird die Sole erhitzt. Das Wasser verdampft großenteils, das Salz kristallisiert. Es …

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Das sich im Gestein befindende Salz wurde durch Oberflächenwasser, das vor Jahrtausenden eingedrungen war, aus dem Gestein gespült und sammelte sich in Hohlräumen. Über Bohrungen lässt sich diese Sole abpumpen und zur Salzgewinnung nutzen. Die Mengen an natürlicher Sole sind allerdings begrenzt, und deshalb hilft man der Bildung nach. Im Berg werden künstliche Hohlräume angelegt und mit Wasser gefüllt, wodurch sich das Salz aus dem Gestein löst. Hat das Wasser die höchst mögliche Sättigung von 26,5 Prozent Salz erreicht, wird die Sole abgepumpt und in der Saline weiter verarbeitet. In einer Verdampfungsanlage wird die Sole erhitzt. Das Wasser verdampft großenteils, das Salz kristallisiert. Es sinkt nach unten und bildet zusammen mit Restwasser einen Bodensatz, der in einer Zentrifuge entwässert und dann getrocknet wird. Das Ergebnis ist gut rieselfähiges Salz. Damit es immer trocken und streufähig bleibt, werden Trennmittel zugesetzt. Für hochwertiges Salz verwendet man Calcium- und Magnesiumcarbonat, also Mineralstoffe, die in der Ernährung ohnehin eine wichige Rolle spielen. So vorbereitet erhalten schließlich Spezialsalze ihre Zusätze – Jod, Fluorid, Folsäure oder auch Kräuter und Gewürze. Das fertige Salz wird vollautomatisch verpackt.

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