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Sushi

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Sushi sind kleine japanische Häppchen aus Reis, die hauptsächlich mit frischem, rohem Fisch belegt, gefüllt und mit getrockneten Noriblättern (eine Algenart) umwickelt werden.
Daneben gibt es auch Variationen mit Gemüse oder Ei. Der Ursprung dieser Art der Zubereitung liegt in einem frühen Verfahren, rohen Fisch haltbar zu machen. Der ausgenommene Fisch wurde damals in gekochtem Reis eingelegt, um ihn zu konservieren. Der Reis wurde hinterher entsorgt. Der Fisch war auf diese Weise bis zu einem Jahr haltbar.
Bei dem Reis handelt es sich um speziellen Rundkornreis, der gute Klebeeigenschaften besitzt. Der gegarte Reis wird in einen Holzbottich gefüllt und dort mit einer Würzmischung aus Essig, Salz und Zucker gemischt. Danach wird er entweder zu Bällchen geformt und mit Fisch belegt oder er wird auf einer Bambusmatte ausgebreitet, mit Fisch und anderen Zutaten belegt und fest zusammengerollt. Ein getrocknetes Noriblatt dient als Hülle.
Einige Sushi-Sorten werden zusätzlich noch mit Wasabi, einer sehr scharfen grünen Meerrettichpaste, bestrichen. Das getrocknete und geröstete Noriblatt als äußere Hülle liefert zusätzlich ein pikant-würziges Aroma.

Tipp

Auch wenn Sushi heute als japanisches Gericht gilt, liegt sein Ursprung in China. Die einstige Konservierungsmethode wurde von Bewohnern entlang des Mekong entwickelt. Während der Zeit des Monsuns wurden in China entlang des Flusses Mekong Fische in die Reisfelder geschwemmt. Aufgrund des hohen Fischaufkommens mussten sich die Bauern eine Lagerungsmöglichkeit überlegen, bei der dieser nicht verdirbt. Sie salzten den Fisch und lagerten ihn unter gekochtem Reis in einem verschlossenen Fass. Nach einiger Zeit aßen sie den Fisch, den Reis warfen sie jedoch weg. 718 kam Sushi dann nach Japan und wurde dort bis zum 14. Jahrhundert betrieben, bis die Japaner herausfanden, dass der säuerliche Reis hervorragend zu Fisch passt. Der Koch Hanaya Yohei entwickelte daraus Ende des 18. Jahrhunderts die erste Frühform des heutigen Sushis.

Wissenswertes

Mit der asiatischen Esskultur schwappte auch Surimi auf den deutschen Markt – ein Krebsfleisch-Imitat, das in Japan lange Tradition hat. Zur Herstellung verwendet man vorwiegend das Fleisch des Alaska-Pollacks, eines Fisches aus dem Nordpazifk. Es wird ohne Haut und Gräten mit kochsalzhaltigem Wasser ausgewaschen, zu einer weißen Masse zerkleinert und gepresst. Durch die Zugabe von Sorbit und Phosphaten entsteht eine viskose Konsistenz. Geschmack erhält das Produkt erst durch diverse Zutaten wie Gewürze, Stärke, Hühnereiweiß und Aromastoffe. Bei der Verarbeitung in speziellen Maschinen lassen sich muskelfaserähnliche Strukturen erzeugen.
Die Masse wird zu Stücken, Stäbchen, Krebsscheren usw. geformt und anschließend gedämpft, gebraten, gegrillt oder frittiert. Die Oberfläche wird krebsfleischähnlich gefärbt. Damit es jedoch zu keinen Verwechslungen mit echten Krebsfleischprodukten kommt, verlangt der Gesetzgeber den Hinweis „Surimi – Krebsfleischimitat aus Fischmuskeleiweiß geformt" auf der Verpackung.

Verzehrhinweis

Sushi kann mit Zutaten wie Ei oder Gemüse ergänzt werden. Zum Würzen verwendet man Wasabi, eine scharfe Paste aus grünem japanischen Meerrettich, und Sojasauce. Als Beilage gibt es süßsauer eingelegten Ingwer. Serviert wird Sushi in optisch ansprechenden und mundgerechten Stücken.

Lagerhinweis

Sushi sollte sofort verzehrt werden. Auf keinen Fall dürfen sie lange aufbewahrt werden, denn roher Fisch verdirbt schnell und kann gefährliche Lebensmittelinfektionen verursachen.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
135
kcal
Fettgehalt
1
g
Kohlenhydrate
25
g
Eiweiß
6
g

Fettwerte

Fettgehalt
1
g

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate
25
g

Ausschließend

Saisonale Verfügbarkeit

Herkunftsort