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Ginseng

Lateinischer Name: Panax ginseng

Synonym: Asiatischer Ginseng , Gilgen , Koreanischer Ginseng , Kraftwurz , Samwurzel
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Ginseng ist ein bekanntes Heilkraut, das vor allem in Wäldern und Gebirgsregionen vorkommt. Beheimatet ist es hauptsächlich im nordöstlichen China, in Korea und Sibirien. Für die medizinischen Erzeugnisse werden die Wurzeln verwendet, zu deren Gewinnung weltweit Kulturen angebaut werden; inzwischen auch in Mitteleuropa.
Ginseng wächst als ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 Zentimeter. Der „Wurzelstock“ besteht meist aus ein bis zwei Bündeln spindelförmiger oder zylindrischer Wurzeln.
Ginseng hat eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe, von denen der wichtigste die sogenannten „Ginsenoside” sind. Den Ginsenosiden hat der Ginseng seine entzündungshemmenden, krampflösenden und blutdrucksenkenden Eigenschaften zu verdanken. Je höher die Konzentration, desto besser die Qualität der Wurzel. In Deutschland müssen alle Produkte aus Ginseng mindestens eineinhalb Prozent Ginsenosiden enthalten.

Wissenswertes

Die medizinische Wirksamkeit von Giseng wurde schon vor Jahrtausenden entdeckt, und vor allem in der traditionellen koreanischen und chinesischen Medizin genutzt. Im Jahr 40 v. Chr. gibt es erste schriftliche Erwähnungen dazu. Vor allem in Asien ist die Ginseng-Wurzel ein Symbol für Kraft, Gesundheit und langes Leben. Daraus entstand auch der hohe Wert des Ginsengs, der zeitweise größer als Gold war. Seit dem 17. Jahrhundert kommt Ginseng auch in Europa zum Einsatz. Niederländische Seeleute waren es, die für die Verbreitung in unsere Gegend verantwortlich sind. Die Schulmedizin stellte im Laufe des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Studien die nachweisliche Wirksamkeit fest, und erkannte Ginseng fortan als Heilpflanze an.