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Schleie

Lateinischer Name: Tinca tinca

Synonym: Schlei , Schuster
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Als zoologisch nahe Verwandte des Karpfens erkennt man die Schleie an ihrem gedrungenen, karpfenähnlichen Aussehen. Sie hat eine olivgrüne Grundfarbe, die allerdings je nach Wohngewässer variiert. Grundsätzlich kann sie jedoch an ihrem dunklen Rücken, den golden schimmernden Seiten und dem weißgrünlichen Bauch erkannt werden.
Die Schleie besitzt ein rüsselartig vorstülpbares Maul, in dessen Winkeln links und rechts sich je eine kurze Bartel befindet. Ihre Körperoberfläche besteht aus kleinen, festsitzenden Schuppen und einer dicken, schleimigen Haut, der sie auch ihren Ruf verdankt, magische Kräfte zu besitzen. Die Schleie hat eine mittlere Länge von 20 bis 50 Zentimeter, kann aber auch …

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Als zoologisch nahe Verwandte des Karpfens erkennt man die Schleie an ihrem gedrungenen, karpfenähnlichen Aussehen. Sie hat eine olivgrüne Grundfarbe, die allerdings je nach Wohngewässer variiert. Grundsätzlich kann sie jedoch an ihrem dunklen Rücken, den golden schimmernden Seiten und dem weißgrünlichen Bauch erkannt werden.
Die Schleie besitzt ein rüsselartig vorstülpbares Maul, in dessen Winkeln links und rechts sich je eine kurze Bartel befindet. Ihre Körperoberfläche besteht aus kleinen, festsitzenden Schuppen und einer dicken, schleimigen Haut, der sie auch ihren Ruf verdankt, magische Kräfte zu besitzen. Die Schleie hat eine mittlere Länge von 20 bis 50 Zentimeter, kann aber auch Maximallängen von circa 70 Zentimeter erreichen. In fanggeeignetem Alter erreicht die Schleie ein Gewicht von etwa drei Kilogramm und ist damit etwas kleiner als der Karpfen.
In der geschmacklichen Qualität liegt die Schleie deutlich vor dem Karpfen. Ihr weißes, festes und grätenarmes Fleisch wird als nussig und delikat beschrieben. Die Schleie ist sehr fettarm und wird als frischer und als gefrorener Speisefisch genutzt. Allerdings haben die etwas größeren und schneller wachsenden Karpfen die Schleie wirtschaftlich gesehen in großem Maße vom Markt verdrängt. So findet man diese nur noch selten in Fischtheken und auf Fischmärkten. Trotz allem schätzt man die Schleie als Nutzfisch noch immer sehr. Hauptsächlich wird sie als Nebenfisch in Karpfenteichen und Stauseen in weiten Teilen Europas gehalten.
Die Schleie ist ein Speisefisch, der flächendeckend in Europa sowie in gemäßigten Gebieten Asiens verbreitet ist. Auch in anderen Teilen der Welt, wie zum Beispiel in Nord- und Südafrika, sowie in Neuseeland, Tasmanien, Chile und Teilen Indiens und Nordamerikas wurde die Schleie eingeführt. Wild lebend kommt die Schleie in stehenden oder schwach fließenden Gewässern vor. Da der Fisch schwach salziges Wasser verträgt, ist der auch in der östlichen Ostsee anzutreffen. Aber sie wird auch in Zuchtteichen gezüchtet.

Verzehrhinweis

In den meisten Fällen wird die Schleie in der Pfanne gebraten, gegrillt oder gebacken zubereitet.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
78
kcal
Fettgehalt
0.74
g
Eiweiß
17.7
g

Fettwerte

Fettgehalt
0.74
g
Gesättigte Fettsäuren
0.15
g
Einfach ungesättigte Fettsäuren
0.35
g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
0.16
g
Cholesterin
70
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
33
mg
Kalzium
58
mg
Magnesium
51
mg
Eisen
0.84
mg
Kalium
369
mg

Vitamine

Vitamin A
3.33
IU
Vitamin C
1
mg
Vitamin E
0.1
mg
Vitamin B12
2
μg

Ausschließend

Qualitätsmerkmal

Saisonale Verfügbarkeit

Geschmacksnote

Zubereitungsart