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Karpfen

Lateinischer Name: Cypprinus carpio

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Die Wildform des Karpfens ist langgestreckt und seitlich wenig abgeflacht mit vollständig beschupptem Körper. Der Rücken ist olivgrün mit helleren Flanken und gelblichem bis weißlichem Bauch. Karpfen erreichen meist eine Länge von 30 bis 40 Zentimeter, können in Einzelfällen bis 120 Zentimeter lang und über 40 Kilogramm schwer werden.
Der Kopf ist langgestreckt und kegelförmig mit kleinem Auge und zu einem Rüssel ausstülpbarem Maul. Wie alle anderen Karpfenfische besitzt der Karpfen keine Zähne am Kiefer, dafür drei Reihen kräftiger, backenzahnähnlicher Schlundzähne, von denen je auf jeder Kieferseite die äußeren beiden Reihen je einen und die innerste drei Zähne aufweist. Im Gegensatz zu …

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Die Wildform des Karpfens ist langgestreckt und seitlich wenig abgeflacht mit vollständig beschupptem Körper. Der Rücken ist olivgrün mit helleren Flanken und gelblichem bis weißlichem Bauch. Karpfen erreichen meist eine Länge von 30 bis 40 Zentimeter, können in Einzelfällen bis 120 Zentimeter lang und über 40 Kilogramm schwer werden.
Der Kopf ist langgestreckt und kegelförmig mit kleinem Auge und zu einem Rüssel ausstülpbarem Maul. Wie alle anderen Karpfenfische besitzt der Karpfen keine Zähne am Kiefer, dafür drei Reihen kräftiger, backenzahnähnlicher Schlundzähne, von denen je auf jeder Kieferseite die äußeren beiden Reihen je einen und die innerste drei Zähne aufweist. Im Gegensatz zu den anderen in Europa vorkommenden Karpfenfischen hat er zwei Paar Barteln seitlich an der Oberlippe, von denen das vordere Paar kürzer ist. Der Wildkarpfen hat ein vollständiges Schuppenkleid. Die Schuppen sind groß und kräftig.
Aus dem Wildkarpfen wurden der Schuppen-, der Leder-, der Spiegel- und der Zeilkarpfen gezüchtet.

Am besten schmecken Karpfen mit einem Gewicht zwischen ein bis zwei Kilogramm. Allerdings hängt der Geschmack oft von den Haltungsbedingungen und der Fütterung ab. Teichkarpfen schmecken oft moosig. Grundsätzlich ist das Fleisch weich und hat einen Fettgehalt von etwa fünf Prozent. Karpfen kommen in Seen, langsam fließenden Gewässern, in erster Linie jedoch in Zuchtteichen vor. Im Handel gibt es Karpfen lebend oder zumindest frisch und tiefgefroren.
Die Herkunft des Karpfens ist Südosteuropa und Asien. Im Mittelalter wurde er durch Mönche bis nach Nordamerika gebracht. In Deutschland gibt es heute zahlreiche Karpfenzuchtbetriebe. Auch in Polen, Ungarn, Slowenien und Kroatien sowie in weiten Teilen Asiens hat die Karpfenteichzucht größere Bedeutung.

Tipp

Ähnlich wie Muscheln isst man Karpfen in den Monaten mit „r”, also von September bis April. Zwar wäre die Verfügbarkeit außerhalb dieses Zeitraums heutzutage kein Hindernis mehr, dennoch wird diese Tradition größtenteils beibehalten.

Verzehrhinweis

Besonders zu Weihnachten wird Karpfen gern gegessen. Die beliebteste Zubereitungsform ist nach wie vor „Karpfen blau”. Hier verfärbt er sich durch das Garen in siedendem Salz-Essig-Wasser blau. Aber auch gekocht im Gewürzsud, gegrillt, paniert oder frittiert erfreut er sich größter Beliebtheit.

Lagerhinweis

Gut gekühlt, zum Beispiel auf einem Porzellanteller und mit Frischhaltefolie bedeckt, ist der Fisch ein bis zwei Tage haltbar.

Nährwerte

Wenn nicht anders angegeben gelten die Werte jeweils pro 100g.

Nährwertübersicht

Kalorien
116
kcal
Fettgehalt
4.8
g
Eiweiß
18
g

Fettwerte

Fettgehalt
4.8
g
Gesättigte Fettsäuren
1.04
g
Einfach ungesättigte Fettsäuren
2.28
g
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren
1.12
g
Cholesterin
75
g

Mineralstoffe und Spurenelemente

Natrium
30
mg
Kalzium
66
mg
Magnesium
55
mg
Eisen
0.7
mg
Kalium
400
mg

Vitamine

Vitamin A
133.33
IU
Vitamin C
1
mg
Vitamin E
0.5
mg
Vitamin B12
1.5
μg

Ausschließend

Qualitätsmerkmal

Geschmacksnote

Zubereitungsart